Zeitraum wählen    2013  2014  2015  2016

PSYCHOLOGIE DER TAPETE - 29. Dezember 2015

Blümchen oder rabenschwarze Wand?

Tapeten

Blümchen oder rabenschwarze Wand? Von der Psychologie der Tapete

Ob Kuschelsofa oder kalte Ledercouch, ob prunkvolle Antiquitäten oder praktische IKEA-Möbel: Nichts verrät so viel über ein Individuum wie die Einrichtung der eigenen vier Wände. Auch die Wahl der Tapete und die Wandgestaltung sagt viel über den oder die Bewohner aus.

Prestigesüchtig oder pragmatisch? Die vier Tapetentypen

Eine schöne Erklärung liefert die Seite Style your Castle, die sich dabei auf eine Studie des Deutschen Tapeten-Institutes bezieht. Das Institut nahm die beliebtesten Wohntrends der Deutschen aufs Korn und präsentierte sie pünktlich zur imm Cologne, der größten Möbelmesse Deutschlands. Demnach gibt es vier verschiedene Persönlichkeitsmuster, die zu unterschiedlicher Wandgestaltung greifen:

Der Unbekümmerte tapeziert seine Wände am liebsten fröhlich-bunt und schreckt auch nicht vor Blümchentapeten oder kurzlebigen Einrichtungstrends wie Wandtattoos zurück. Mode- und trendbewusst, dekoriert er häufiger um als die anderen Typen und ist stets darauf bestrebt, seine Unabhängigkeit darzustellen. Wer eine Wohnung betritt, in der bunte Punkte oder Paisley-Muster von den Wänden grüßen, darf sich auf eine spontane, erfrischende Bekanntschaft freuen.

Den kreativen Wilden schreckt nichts ab. Eng mit dem Unbekümmerten ist der kreative Wilde verwandt: Auch er dekoriert gerne um und setzt dabei auf eine flippige unkonventionelle Wandgestaltung. Blümchentapeten sind bei ihm jedoch eher keine zu finden: Stattdessen setzt er auf verrückte Muster, wie sie schon in den 60er und 70er Jahren angesagt waren, oder auf eine Fototapete, die das ganze Schlafzimmer scheinbar in ein Aquarium verwandelt. Er beschränkt sich dabei nicht nur auf Tapeten, sondern greift auch mal zu ungewöhnlicher Wanddekoration wie Holz oder Stein. Anders als der unkomplizierte spontane Unbekümmerte, kann der kreative Wilde jedoch recht anstrengend in seinem ständigen Bestreben nach Individualität sein.

Auffallen will auch der Prestigebewusste, der aus seinen Zimmern gerne ein Gesamtkunstwerk macht: Hier sieht alles aus, wie vom Nobeldesigner speziell entworfen. Modernistische grafische Muster an den Wänden ergänzen die ultra-moderne Couchlandschaft aus Leder und die Chrom- und Stahlelemente. Wer sich eher konservativ geben möchte, wählt barocke Schnörkel, wie sie zuletzt vor dem zweiten Weltkrieg an deutschen Wänden zu sehen waren und stellt schwere Ledermöbel wie eine Chesterfield-Couch und einen handgearbeiteten Tisch aus Eiche dazu.

Der Pragmatiker setzt auf Weiß. Die meisten Deutschen gehören zu den Pragmatikern: Sie durchdenken jede Kaufentscheidung gründlich, forschen im Internet nach und vergleichen die Möbelhäuser der Region auf ihre Preise. Am Ende kommt meistens eine recht klassische Wohnungseinrichtung mit robuster weißer Raufasertapete heraus, die  viele Jahre Bestand haben soll.

www.rasa-en-detail.de

www.rasa-en-detail.de

Bild: © istock.com/ollo

Folgen bei Bloglovin 

Zurück

Einen Kommentar schreiben